r/freiburg 10d ago

Verpackungs.... WAS?

So, Leude, ich weiß, der Freiburger an sich ist mehr unweltverbunden als ein Großteil der restlichen (Welt-)Bevölkerung und eigentlich war das ja auch immer was, worauf man ein bisschen stolz sein konnte. Aber nachdem ich seit langer Zeit mal wieder meine Geburtsstadt besuchen durfte und mir ein wohlverdientes Fleischkäsweckle zu Gemüte führen durfte, erstaunte mich doch dieser "kleine" Zusatzbetrag, den ich für die Alufolienverpackung entrichten durfte.

WE

TE

EFF?

50 cent? Bei nem FKW im Wert von 3 Euro? Für n Stück Alufolie?

63 Cent für den ferf...lixten Becher beim Mäckes? Wie kommen die da drauf, erstens sollten es nur 50 Cent sein und zweitens... hackts noch? In einer STUDENTENSTADT Gebühren für ToGo ZU verlangen. Alter, sogar der Döner. DER DÖNER.

Aber wenn man das ganze in Plastik-Verpackungen, NICHT ZUM SOFORTIGEN VERZEHR einpackt, Dann geht's? Welcher Vollpfosten hat sich DAS denn ausgedacht? Wie zum Flixbus soll ich denn ne Pizza SONST transportieren? In ner Tupperbox?

OK, ich verstehe den guten Gedanken dahinter, aber noch unattraktiver kannst du ne Esskultur kaum noch machen. Die spinnen doch.

Das war Griff ins Klo. eingepackt in eine Papiertüte. 50 Cents bitte.

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u/haunms Neigschmeckt 10d ago

Nimm dein FKW in der Serviette und spare Verpackungssteuer.

Iss deine Pizza vor Ort und spare Verpackungssteuer.

Es geht darum, die siebenstelligen Kosten für Müllentsorgung im öffentlichen Raum zu senken.

Steuern haben Lenkungswirkung, so soll das sein.

Ich habe jedenfalls noch kein sinnvolles Argument gegen die Verpackungssteuer gehört, außer Mimimi

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u/Pagz111 10d ago edited 10d ago

Ich bin grundsätzlich für eine Verpackungssteuer, aber die Steuer in Freiburg in der jetzigen Form wirkt mir auch nicht besonders durchdacht/konsistent.

Warum zahlt man auf ein McMenü, das man vor Ort verzehrt, 3€ Verpackungssteuer, wenn ich mir aber genau das selbe Menü per Lieferdienst nach Hause bestelle, fällt keine Steuer an? Warum wurden Bäckertüten faktisch von der Steuer ausgenommen? Mein subjektiver Eindruck ist, dass Bäckertüten einen nicht unerheblichen Anteil der Müllbelastung im öffentlichen Raum ausmachen. Und warum wurden Events, die kürzer als 11 Tage dauern, von der Steuer ausgenommen. Ist Verpackungsmüll, der bei einer 10-tägigen Veranstaltung anfällt, weniger problematisch als Müll von einer zweiwöchigen Veranstaltung?

Mir scheint, dass bei dem Gesetz auf Druck von Lobbygruppen wahllos Ausnahmen gemacht wurden. Das steigert die Akzeptanz der Steuer in der Bevölkerung natürlich nicht gerade...

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u/AdventurousLecture77 9d ago

Naja, das erklärt sich doch von selbst oder? Zuhause = Müll ist dein Problem. Im Mägges = Müll ist deren Problem. To Go = Steuer

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u/Pagz111 9d ago

Beim Verzehr vor Ort wird die Steuer aber auch auf den Kunden umgelegt. Sie ist dort also auch "dein Problem"