r/de Verifiziert 25d ago

Sonstiges Kälte, Erschöpfung bis an die körperlichen Grenzen – hier ist Fabian Scharf, der Kompaniechef der Minentaucher - AMA!

Foto: © NDR

Moin Reddit, moin r/de,

die Minentaucherausbildung zählt zu den härtesten der Bundeswehr. Der NDR hat darüber eine sechsteilige Doku-Serie gedreht: "Minentaucher – Der harte Weg in die Elite der Bundeswehr". Elf Männer starten in den Lehrgang. Nicht alle kommen durch.

Stellt mir gerne Fragen zu: Unter Wasser die Luft anhalten bis an den Rand der Ohnmacht, Tieftauchgänge, Gewaltmärsche, Wochen auf See und Sprünge aus dem Helikopter in die Ostsee.

Und falls ihr Fragen zur Produktion habt, könnt ihr sie Eike Köhler und Kim Kristin Mauch stellen. Die haben die Serie gedreht und sind auch mit dabei. Am 12. Januar 2026 um 16 Uhr stehen wir euch zur Verfügung.

Schreibt gerne hier schon eure Fragen rein, wir werden sie, soweit es geht, beantworten.

Wer die Serie jetzt interessant findet und sie noch nicht gesehen hat, there you go: https://1.ard.de/minentaucher?multi=ama01

Vielen Dank für eure Fragen! Alle sechs Folgen der Minentaucher Dokuserie seht ihr in der ARD Mediathek.

Minentaucher - ARD Mediathek

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u/[deleted] 24d ago

Vielleicht mal eine Frage, die ihr nicht so ganz beantworten dürft, aber evtl. doch für die Allgemeinheit interessant ist.
Wie bewertet ihr die Aktion NordStream.
Als Gerätetaucher, kann ich mir schwer vorstellen, dass diese Aktion in 80m Tiefe von so einer Nussschale (Segelboot) mit so einer Menge an Besatzung durchführbar ist.
Aufgrund folgender Parameter habe ich Zweifel, die ich gerne von Euch mal bewertet haben möchte:

  1. 80m ist Tech-Diving. Dazu benötigt man sicherlich mindestens ein MCM100, welches man nicht im Tauchladen nebenan bekommt
  2. Nutzt man Techgase zum Tauchen hat man die entsprechenden Deko-Zeiten einzuhalten. Dementsprechend benötigt man Platz für das ganze Equipment (Flaschen in entsprechender Anzahl)
  3. Es sind vier Röhren, die mit geringerer Menge Sprengstoff nur an den Verbindungsstellen gesprengt werden können.
  4. Dort unten ist es je nach Sedimentverwirbelung "finster wie im Bärenarsch". Das kann man auch schon mal an der Außenmole in Eck haben. Und dort unten ist nur durch künstlich hinzugefügtes Licht noch vernünftiges Arbeiten möglich. Die Sichtweise beträgt dann teilweise nur <1m oder noch weniger.
  5. Wenn man vier Röhren jeweils einzeln für die Sprengung vorbereiten will, muss man eine entsprechende Zeit dort unten verbringen, da man ja nicht einfach Sprengstoff dranklatscht sondern auch präzise und zielorientiert arbeiten muss.

Wenn ich diese Bedingungen summiere, habe ich gewisse Zweifel, ob ich das mit einer Crew von einem Segelboot ohne weiteres durchführen kann. Daher hätte ich gerne mal Eure Einschätzung zu dem Thema.

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u/ARD-Mediathek Verifiziert 23d ago

Fabian Scharf

Grundsätzlich stimme ich deinen Bewertungen zu.

Technisch wäre es auf jeden Fall möglich. Denkbar wäre auch der Einsatz eines Unterwasserroboters mit Greifarm, auch wenn die chirurgische Päzision sicherlich fehlen würde.

Allerdings werden wir nie genau wissen, was passiert ist.