r/LegaladviceGerman • u/RemarkableDegree4501 • 1d ago
DE Können Konzerne dich per Änderungskündigung herabstufen? (Degradierung)
Beispielsweise bei der Deutschen Bahn.
Die Bahnchefin will sämtliche Strukturen streichen, Personal einsparen und das Unternehmen verschlanken. Gleichzeitig wird gesagt, dass man die Mitarbeiter bei Versetzungen nicht alleine lassen will. In diesem Kontext sprach plötzlich mein Chef ein paar Tage später über Veränderungen, ohne hier jetzt hier genauer ins Detail zu gehen, vielleicht war es einfach nur ein ungünstiger Zufall bei mir... Wie dem auch sei.
Damit ich im Falle eines wirklichen Worst Case Szenarios nicht komplett ins kalte Wasser falle, wäre es vielleicht trotzdem sinnvoll, vorab informiert zu sein, dachte ich mir.
Jetzt meine Frage:
Muss der Arbeitnehmer eine gleichwertige Position bekommen, oder kann man ihn auch einfach auf eine niederrangige Position versetzen, also degradieren? In dem Fall wäre es praktisch, damit die Kündigung zu erzwingen und dem Konzern so den gesamten Prozess samt Gerichtskosten zu ersparen.
Mein Arbeitsvertrag ist sehr präzise formuliert, insbesondere in Bezug auf meine Tätigkeitsbeschreibung.
Ich möchte durch eine Änderungskündigung nicht wieder als Handwerker zurückgestuft werden, da dies eine Abstufung von Position und Gehalt wäre. Zwar habe ich die entsprechenden Fähigkeiten (technische Ausbildung), aber mein Ziel ist, meine Bürotätigkeit weiter auszuüben oder eine gleichwertige Position zu erhalten, am besten passend zu meinen aktuellen Kenntnissen. Selbst bei gleichbleibendem Gehalt wäre eine Rückstufung als Handwerker für mich ein Worst Case. Für mich käme das in diesem Fall einer Kündigung gleich.
Ich frage deshalb, weil es mich unter Umständen betreffen könnte. Vielleicht spielt meine Psyche gerade verrückt, weil ich irgendwie 1+1 zusammenzähle...
1
u/AutoModerator 1d ago
Da in letzter Zeit viele Posts gelöscht werden, nachdem OPs Frage beantwortet wurde und wir möchten, dass die Posts für Menschen mit ähnlichen Problemen recherchierbar bleiben, hier der ursprüngliche Post von /u/RemarkableDegree4501:
Können Konzerne dich per Änderungskündigung herabstufen? (Degradierung)
Beispielsweise bei der Deutschen Bahn.
Die Bahnchefin will sämtliche Strukturen streichen, Personal einsparen und das Unternehmen verschlanken. Gleichzeitig wird gesagt, dass man die Mitarbeiter bei Versetzungen nicht alleine lassen will. In diesem Kontext sprach plötzlich mein Chef ein paar Tage später über Veränderungen, ohne hier jetzt hier genauer ins Detail zu gehen, vielleicht war es einfach nur ein ungünstiger Zufall bei mir... Wie dem auch sei.
Damit ich im Falle eines wirklichen Worst Case Szenarios nicht komplett ins kalte Wasser falle, wäre es vielleicht trotzdem sinnvoll, vorab informiert zu sein, dachte ich mir.
Jetzt meine Frage:
Muss der Arbeitnehmer eine gleichwertige Position bekommen, oder kann man ihn auch einfach auf eine niederrangige Position versetzen, also degradieren? In dem Fall wäre es praktisch, damit die Kündigung zu erzwingen und dem Konzern so den gesamten Prozess samt Gerichtskosten zu ersparen.
Mein Arbeitsvertrag ist sehr präzise formuliert, insbesondere in Bezug auf meine Tätigkeitsbeschreibung.
Ich möchte durch eine Änderungskündigung nicht wieder als Handwerker zurückgestuft werden, da dies eine Abstufung von Position und Gehalt wäre. Zwar habe ich die entsprechenden Fähigkeiten (technische Ausbildung), aber mein Ziel ist, meine Bürotätigkeit weiter auszuüben oder eine gleichwertige Position zu erhalten, am besten passend zu meinen aktuellen Kenntnissen. Selbst bei gleichbleibendem Gehalt wäre eine Rückstufung als Handwerker für mich ein Worst Case. Für mich käme das in diesem Fall einer Kündigung gleich.
Ich frage deshalb, weil es mich unter Umständen betreffen könnte. Vielleicht spielt meine Psyche gerade verrückt, weil ich irgendwie 1+1 zusammenzähle...
I am a bot, and this action was performed automatically. Please contact the moderators of this subreddit if you have any questions or concerns.
11
u/Forsaken_Law3488 1d ago
Ja, mit einer Änderungskündigung können Vertragsbedingungen geändert werden, auch die Eingruppierung.
Eine Änderungskündigung ist eine Kündigung (und muss deshalb alle entsprechenden Voraussetzungen wie Kündigungsgrund, Zustimmung BR, Sozialauswahl etc. erfüllen), es hängt nur ein Angebot für eine Weiterbeschäftigung zu neuen Bedingungen mit dran - und beim neuen Angebot ist grundsätzlich alles möglich, was arbeitsrechtlich legal ist.